Ökobilanz

Um die ökologischen Aspekte eines neuen Heizungssystem zu beurteilen, kann ein Vergleich der einzelnen Brennstoffe mit Hilfe der Ökobilanz gemacht werden. Die wichtigsten Umweltkennzahlen schaffen die nötige Transparenz: Die Treibhausgasemissionen (CO2) und die Umweltbelastungspunkte (UBP). Die BiEAG ist zusätzlich Teilnehmer an einem Kompensationsprojekt "Biogas". Dadurch werden die Nettoemissionen nochmals deutlich reduziert.

 

Treibhausgasemissionen

Die sogenannten CO2-Äquivalente macht vergleichbar, welche Treibhausgasmengen die Brennstoffe (Heizsysteme) verursachen und wie stark sie somit zum Klimawandel beitragen. Die nachstehende Darstellung zeigt, wie viele Gramm CO2-Äquivalente für 1 kWh Wärme entsteht. Dabei werden die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus des Energieträgers betrachtet, d.h. Gewinnung, Aufbereitung, Transport, Energieproduktion und Entsorgung.

 
 

Umweltbelastungspunkte

Die Umweltbelastungspunkte (UBP) bewertet die gesamten Umweltauswirkungen eines Produkts/Energieträgers. Dabei werden alle Stoff- und Energieflüsse über den gesamten Lebenszyklus erfasst, von der Rohstoffbereitstellung, Produktion bis zur Entsorgung. Somit werden die Emissionen in Boden, Wasser und Luft und den Bedarf an Ressourcen erfasst. Die Methodik der Umweltbelastungspunkte ermöglicht, die Auswirkungen auf Mensch/Tiere, das Klima oder auf Ökosysteme entsprechend zu gewichten und somit vergleichbar zu machen.

 
 

 Vergleich Produkte/Aktivitäten Schweiz

Produkt / Aktivität

Menge entspricht 1‘000 UBP

Fahrt Personenwagen

3 Kilometer

Zugfahrt

24 Kilometer

Flug Europa

6 Kilometer

FSC - Papier (80 g/m2)

60 Blatt A4

Rindfleisch

12 Gramm

Zucker

1 Kilogramm

Nutzung Laptop

20 Stunden

Licht (12 Watt Energiesparlampe)

13 Tage (24 Stunden)

Lebensstil
(Person generiert im Durchschnitt 1000 UBP)

25 Minuten

 

Kompensationsprojekte CO2

Die BiEAG ist seit mehreren Jahren Teilnehmer an einem Kompensationsprojekt "Biogas". Dabei wird die "Rückhaltung Methan" aus den landwirtschaftlichen Substraten bewertet und schlussendlich kompensiert. Die Landwirte bringen die Gülle/den Mist nicht direkt auf Ihr Land aus sondern liefert diese der BiEAG. Die BiEAG entnimmt diesen Substraten im sogenannten Fermenter das klimaschädliche Methan (rund 28x schädlicher als CO2) in Form des produzierten Biogases und verwertet das Biogas in dem Blockheizkraftwerk (BHKW) zu erneuerbaren Strom und Fernwärme (CO2 Kreislauf geschlossen). Der im Fermenter verbleibende Feststoff (Gärgülle) wird den Landwirten wieder zurück geliefert und dient als Dünger (Nährstoffkreislauf geschlossen).